Wenn Moni aufwacht, kommt ein Seufzer aus ihrem Mund. Sie ist froh, dass sie keine Kinder hat. Sie wüsste nämlich nicht, wie sie ihnen erklären sollte, dass die Welt immer heißer wird und man wieder Angst vor Krieg und Diktatoren haben muss. Und vor Viren und resistenten Bakterien.
Dann steht sie auf und geht in den Kindergarten. Dort erzählt sie den Kindern, dass man immer Hoffnung haben sollte. Dass man anderen helfen soll und sein Bestes geben soll, damit die Welt ein besserer Ort wird.
Wenn die Eltern oder Großeltern die Kinder abholen, sagen sie oft, wieviel Hoffnung für die Zukunft ihnen Frauen wie Moni machen. So eine positive Ausstrahlung!
Moni lächelt und bedankt sich. Wenn die Leute sich umdrehen, wird ihr Lächeln mitleidig. Als ob wir alle eine Zukunft hätten.