Sportbegeistert sind wir schon.
Kurz, eine Schifahrernation,
die hofft auf viele Goldmedaillen,
und unsere Sportler, wie sie eilen,
um diesen Wunsch gleich zu erfüllen,
bei den Olympischen Spielen.
Silber wirkt da nicht so schön.
Wir wollen doch nur Sieger seh’n!
Walchhofer war das Glück nicht hold!
Er war doch eine Bank auf Gold!
Und lang ward Assingers Gesicht,
er dacht’ an Deneriaz doch nicht.
Der fuhr wie eine „g’senkte Sau“.
Die Österreicher haben g’schaut.
Dabei geht’s nicht nur um Ruhm und Ehre,
Der Franzos’ kam Walchi in die Quere,
und bracht ihn auch um sehr Geld.
Mit Silber ist’s nicht so bestellt.
Ärgern nutzt halt nicht sehr viel.
Wenn es der Glücksgott doch nicht will…
Und Felix Gottwald ging’s auch so,
was skatete der Mann nicht froh,
und überholt’ sie nach und nach.
Doch am Deutschen er zerbrach.
Der Hettich hatt’ die Nase vorn.
Doch vergessen ist der Zorn.
Wird noch öfter sein bei diesen Spielen.
Das Glück geht nicht nach unserem Willen.
Ein Sporler hat’s halt heut’ nicht leicht.
Der Sport macht ihn nur richtig reich,
wenn Gold in seinem Kasten hängt,
dass gleich noch strahlender ihm glänzt,
durch Werbung und so manchen Spot!
Unterm Jahr mag er gleich noch so flott
gar viele Rennen glatt gewinnen,
kann er bei Spielen nichts erringen,
sieht er dann ziemlich traurig aus.
Mit der Karriere ist’s bald aus.
Und bleibt ihm nicht das große Geld,
wird ihm der Abgang oft vergällt.
Dabei sein – das bringt’s längst nicht mehr!
Dafür kommt keiner mehr hierher.
Ein Sportler leidet Höllenqualen.
Geld und Gold, die müssen strahlen!
Darauf kommt es als erstes an.
Und ist die Gesundheit, irgendwann,
ramponiert, sieht er erst ein:
Als Sportler bist ein armes Schwein!
© Vivienne