Jahresrückblick 2023 – In eigener Sache

Ein Jahr geht zu Ende und ungewöhnlicherweise gibt es heuer zumindest im Großraum Linz keine Föhn-Rekordtemperaturen. Im Gegenteil – es ist frostig am Morgen und dicker Nebel hängt über Wilhering, während ich am PC sitze und meine Gedanken zum auslaufenden Jahr zu Papier bringe. Auch dieses Jahr hatte es in mancherlei Hinsicht in sich, nicht nur der Ukraine-Krieg tobt mit unverminderter Härte weiter. Am Gaza-Streifen hat sich ein neuer Kriegsherd aufgetan, der auch über Weihnachten die Welt nicht einen Moment innehalten ließ…

Krieg, die Geißel der Menschheit, der seit Beginn der Zeiten nur unendliches Leid und Unheil über den Planeten gebracht hat. Und trotzdem lebt die Hoffnung, dass es wieder ruhiger wird auf der Welt, vielleicht nächstes Jahr, wenn sich die involvierten Parteien die Hand zu einem gerechten Frieden reichen…

Nichts desto Trotz ist nicht jeder Frieden willkommen, schon gar nicht, wenn es um die ausufernde Machtgier von Russlands neuem Stalin geht, der die Grenzen der alten Sowjetunion wieder herstellen will und seine Machtposition im eigenen Land bei Neuwahlen im kommenden Jahr ausbauen möchte. Schon deshalb ist ihm Einhalt zu gebieten, denn wer hält ihn in Europa noch auf, wenn er erst einmal die Ukraine genommen hat?

In diesem Zusammenhang wandte sich heuer ein scheinbarer Friedensengel an die Chefredaktion um als Autor für die Plattform zu arbeiten. Ich wehrte aber sein Anliegen ab, da ein Frieden auf Kosten der Eigenständigkeit der Ukraine, wie von ihm und seinen Kumpanen gewünscht, nicht erstrebenswert sein kann, aus den bekannten Gründen. Im Web konnte ich recherchieren und mir wurde schnell klar, wes Geistes Kind dieser Mensch ist, und dass wir die Bohne nicht zu einem Instrument Putins umfunktionieren lassen. Wehret den Anfängen!

Natürlich ist es wünschenswert, wenn unzählige Meinungen die Plattform Bohnenzeitung befruchten und beleben. Die Meinungsvielfalt liegt uns sehr am Herzen, aber nicht die von Leuten, die Putins Angriff auf die Ukraine mit scheinheiligen Argumenten rechtfertigen wollen. Und dabei die Wahrheit verdrehen…

Die Bohne kommt sehr gut ohne solche selbsternannte Mitstreiter aus.

Trotzdem werden im kommenden Jahr, vielleicht schon bald, den 10.000 Beitrag in der Bohne zelebrieren können. Und wir freuen uns schon sehr darauf, diesen Meilenstein zu knacken! Natürlich hoffen wir auch, dass Sie, liebe Leser, uns auf diesem Weg weiter begleiten und am Jubiläum teilhaben. Sie werden bei uns die ganze Bandbreite an unterschiedlichen Geschichten und Gedanken vorfinden, wie Sie es seit über zwanzig Jahren gewohnt sind…

Privat brachte das Jahr so manches, wie Ausflüge von Peter und mir nach München und zum Hirntumorinformationstag in Würzburg, wo wir die Gastfreundschaft der deutschen Nachbarn kennenlernen durften. Weiters wurde ich im vergangenen Jahr von meinem langjährigen Dienstgeber fix angestellt, wodurch sich zwar rein äußerlich nichts änderte, aber ein Dienstverhältnis nun den Status erhielt, der ihm schon lange gebührte.

Meine erkrankte Schwester erlebte in diesem Jahr ein Auf und Ab der Gefühle, klar ist aber, dass sie ihren Kampf gegen den Krebs bestimmt nicht aufgeben sondern mit uns weiterkämpfen wird, Seite an Seite.

Der Stoff für neue Beiträge ist mir in diesem Jahr bestimmt nicht ausgegangen und auch 2024 bietet schon in der Vorausschau manches Potential um die Feder zu schwingen. Das Super-Wahljahr in unserem Land birgt die Gefahr eines Ultra-Rechtsrucks unter Kickl, der hier im wahrsten Sinn des Wortes ein „Orbanien“ zwischen Pferdebandwurmmittel und Polizeipferden aufbauen will. Mithilfe der speichelleckenden ÖVP, die das Szepter nicht aus der Hand geben möchte, wie etwa Beispiele in Niederösterreich und Oberösterreich zeigen… Bleibt nur die Hoffnung, dass sich die FPÖ wieder selbst zu Fall bringt, denn die gespaltene SPÖ birgt derzeit nicht das Potential, dem Einhalt zu gebieten.

Kurz scheint wieder an einem Comeback zu basteln, der vermeintliche Messias möchte sich von verschiedenen Vorwürfen reinwaschen um als jüngster Altkanzler der Geschichte wieder durchzustarten.Sie sehen selbst, es bleibt spannend, und die Bohne wird die Entwicklungen bestimmt nicht unkommentiert lassen, daraus können Sie sich verlassen.

Halten Sie uns also weiterhin in die Treue in Zeiten, in denen man nur wenige fixe Größen kennt, auf die man wirklich zählen kann. Wir, die Bohne, lassen uns kein X für ein U vormachen und schreiben frisch von der Leber weg, was uns zu Ereignissen und Veränderungen, die die Menschen beschäftigen, einfällt!

 

Bleiben oder werden Sie gesund, liebe Leser, Autoren, Freunde und Mitstreiter!
Und genießen Sie den Abschied vom alten Jahr, in vollen Zügen um gestärkt das neue aufzunehmen!

Vivienne/Chefredaktion

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