Ein Eintrag ins Tagebuch – Teil 2

Regen und Sonne heute.
Und viele Wolken!
Der starke Wind stört mich.
Aber vielleicht bin ich es selber.
Die mich stört.
Ich bin mit mir nicht ganz im Reinen.
Etwas schwärt in mir.
Kommt mir zumindest vor.
Ich bin sehr verletzbar.
Und weiß nicht warum.
Ob es am nahen Vollmond liegt?
Mag sein.
Aber am Nachmittag geht ein starker Regenguss nieder.
Fast ein Gewitterregen.
Vielleicht habe ich diese Spannung gespürt.
Vielleicht…

Nachdenklich mache ich mich auf den Heimweg.
Wolken, wohin ich auch sehe.
Und die Sonne ganz versteckt hinter einem Hügel.
Ihre Strahlen.
Halb gebrochen.
Fast wie ein letzter Aufschrei.
Kalt ist es geworden.
Und der Wind weht nicht mehr so stark.
Ich frage mich, wie es weitergehen wird.
Wenn ich nach Linz ziehe.
Wenn ich dieses Provinznest hinter mir lasse.
Indem ich keine Freunde habe.
Oder kaum welche.
Wird nicht alles viel leichter gehen?
Wird nicht Ballast von mir abfallen?
Da ist diese Angst.
Unbestimmt.
Eventualitäten.
Sorgen.
Und doch auch die Gewissheit.
Hier hält mich nichts.
Hier hält mich niemand…!

Fast als hätte er es geahnt!
Was ich fühle.
Wie es mir geht!
Mein guter Freund!
Nein!
Mein bester…!
Er ruft mich an.
Und wir reden.
Mir wird leichter.
Mit jedem Wort.
Ach so belanglos…
Aber durch ihn wird es veredelt…
Ich denke zurück.
Er und ich.
Wir kennen uns vier Jahre.
Vier lange Jahre.
April 2002.
Damals kreuzten sich unsere Wege.
Manche Menschen verliert man nie.
Es sind wenige…
Aber ich hoffe, du bist einer davon.
Du.
Mein Bester!
Ich seufze.
Was ich ohne dich täte?
Und doch auch:
Was tätest du ohne mich?
Lieb und teuer bist du mir.
Fast unverzichtbar.
Und du hast mich erobert.
Damals.
Ohne Worte.
Nur mit deinen Blicken…
Ich bin froh, dass es dich gibt!

Freundschaft ist so wichtig.
Wo die Liebe kaum zum Zug kam.
Ich träume zum Song von Gloria Estefan.
Anything for you.
Ich habe viel getan.
Für so manchen.
Den ich zu lieben glaubte.
Viel zu viel!
Aber wer tat schon etwas für mich?
Wirklich aus Liebe…?
Ich möchte es nicht wissen!
Nicht grübeln…!
Die Nacht ist noch jung.
Zeit zum Träumen.
Schlafen kann ich irgendwann…

Vivienne

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